Auszeichnungsveranstaltung in Braunschweig:
Das JSG ist „Umweltschule in Europa“

Gemeinsam mit einer Reihe von Schulen aus der Region ist das JSG jetzt für sein Umweltengagement ausgezeichnet worden. Lara Dorn und Finn-Malte Sieverding aus der 8.4 waren von Schülerseite dabei, als Frau Dr. Altermann im Namen der Landesschulbehörde eine Reihe von Schulen aus der Region zur Auszeichnungsveranstaltung im Haus der Wissenschaften begrüßte. Neben Grußworten machten Trommler auf sich aufmerksam und der Leiter des Naturhistorischen Museums, Prof. Joger, entführte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in das Erdmittelalter mit seiner Dinosaurierbesiedlung.
Das schulische Umweltengagement, das in der Veranstaltung gewürdigt wurde, war vielfältig: Vom Bienenlehrpfad über „faire“ Schulschokolade bis hin zum Recycling überzeugten die Aktivitäten. Lara und Finn-Malte waren zum Beispiel auch von den vorgestellten Schulgärten beeindruckt. Vielleicht lässt sich davon noch einiges auch bei uns umsetzen?
Das JSG informierte in einer Broschüre über das solarBiz, den gepflanzten Schulklimawald und das internationale Comenius-Wasserprojekt. Letzteres war auch dafür verantwortlich, dass unser Schulleiter Jürgen Tüpker in Begleitung von Michael Aepkers und Petra Wassmann gleich zwei Urkunden in Empfang nehmen durfte: Eine Auszeichnung als Umweltschule UND eine Würdigung des internationalen Projektes.
Neben den Urkunden erhielten wir ein Buch über die Situation im tropischen Regenwald und eine Fahne „Umweltschule in Europa“. Bleibt nur noch die Frage zu klären, wo sie wehen soll oder wo sie aufgehängt wird. Lassen wir uns überraschen…

„Sind wir tatsächlich eine Umweltschule?“

Das Julius-Spiegelberg-Gymnasium ist bereits zum wiederholten Male zur Umweltschule in Europa gekürt worden. Wir fühlen uns sehr geehrt, aber zugegeben: Das ist ein Titel, der wirklich zu dick aufträgt und sicherlich nicht alle Bereiche unseres Schullebens gleichermaßen erfasst; so nimmt beispielsweise mit der zunehmenden Digitalisierung der Papierverbrauch zwar ab, aber durch die Einführung von Tablets der Energieverbrauch vor allem durch das „streaming“ zu. „Ein neuer Konflikt, aber zugleich auch eine Zukunftsaufgabe“, so eine Stimme aus dem Tablet-Team. Andererseits haben wir uns schon seit geraumer Zeit auf den Weg gemacht: Wir haben mit der Schulgemeinschaft einen Schulwald gepflanzt, führen Umwelttage durch, sind intensiv im Nationalpark Harz unterwegs, bilden Umweltscouts aus, nehmen an zahlreichen umweltbezogenen Projekten teil und vieles mehr.
Diesmal wurde das JSG aber vor allem für ein ganz besonderes Projekt mit dem Titel „Umweltschule in Europa“ gewürdigt und zwar jenes von Schülerinnen und Schülern des „Klimaretter-Oberstufenteams“ mit dem provokativen Titel:

„Du Flasche! –  Leitungswasser statt Einweg.“

Alle JSGler waren eingeladen, eine personalisierte Edelstahlflasche für wenig Geld zu erwerben. Die umweltaktive Schülergruppe der „Klimaretter“ hat mit maximalem Einsatz das Projekt vorangetrieben. „Zunächst wurde unsere Projektidee mit einem Preisgeld der PSD-Bank gewürdigt.“, so Finn-Malte Sieverding. Kurze Zeit später konnte dann das Projekt angeschoben werden: „Zunächst musste eine anständige Flasche gefunden werden. Das war nicht einfach!“, so der Schüler Finn Senft. Nach mehr als drei Monaten intensiver Suche konnte eine geeignete Flasche gefunden werden. Das Unternehmen „Steuber“ aus dem bayerischen Großkarolinenfeld war sofort von dem Projekt begeistert und bot der Schule hochwertige Edelstahlflaschen zu einem sehr günstigen Preis an. Die Firma „Düwel“ aus Braunschweig hat es dann möglich gemacht, jede einzelne Flasche mit moderner Lasertechnik zu personalisieren. „Die Flaschen-Aktion ist bei den Schülern und auch Lehrern richtig gut angekommen!“, so Jamie Osuch von den Klimarettern.
Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen. Über 200 Flaschen konnten verteilt werden. Andere Schulen haben bereits angefragt, ob eine solche Aktion auch etwas für sie wäre.
Aber sicher! Einfach machen!

Und für die Zukunft?

Die Elektromobilität wird in Zukunft auch an unserer Schule ein Thema sein. Wir sind seit geraumer Zeit mit Landkreisvertreterinnen und -vertretern im Gespräch, ob in Schulnähe eine Ladeinfrastruktur entstehen könnte. Die Chancen werden derzeit ausgelotet.

M. Aepkers

„Klimaretter“ – Auszeichnung für das JSG

Erfolgreiche Teilnahme am Projekt „Planet PE – Die Klimaretter“

Seit einem Jahr engagiert sich das Julius-Spiegelberg-Gymnasium erfolgreich im Rahmen des vom, Landkreis Peine und der Klimaschutzagentur der Region Hannover getragenen Projektes „Planet PE – Die Klimaretter“. Lara Dorn und Finn-Malte Sieverding aus der Klasse 8.4 konnten am 9. September 2016 im Rahmen einer Preisverleihung neben einer Urkunde auch einen nennenswerten Geldbetrag in Empfang nehmen.
Elf Schulen aus dem Landkreis Peine haben sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Im Rahmen des Projektes setzen Lehrer und Schüler seit einem Jahr Projekte gegen Energieverschwendung um.
Die Preisverleihung führte Kreisbaurat Wolfgang Gemba zusammen mit Cordula Heimburg, der Projektbetreuerin des Landkreises und Andrea Warnecke von der Klimaschutzagentur der Region Hannover durch.

Ausbildung von „Energiescouts“ am JSG

Am Julius-Spiegelberg-Gymnasium  haben die ersten interessierten 12 Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrgangs an einem Workshop teilgenommen, in dem sie zu „Energiescouts“ ausgebildet wurden. Mit dieser Ausbildung wird in den kommenden Jahren der Blick auf den gemeinsamen Lern- und Arbeitsort Schule gerichtet. Im Rahmen der Teilnahme des JSG am Landkreisprojekt „Klimaretter“ und unter Leitung der Sozialpädagogin und zertifizierten Waldpädagogin Angela Eilers nahmen die Schüler an dem mehrstündigen „Energiescout-Workshop“ teil. Neben dem Aufbau von Grundwissen zu den Themen Energieerzeugung, Energieträger sowie Klimawandel ging es auch um Maßnahmen zur Energieeinsparung an der Schule und den Gebrauch von Energiemessgeräten.
Mit diesen umfangreichen Kenntnissen soll es jetzt darum gehen, mögliche Energiesparpotentiale aufzuspüren und Maßnahmen kreativ einzuleiten. Dabei sollen die Ideen der frisch gebackenen „Energiescouts“ immer im Vordergrund stehen.
Die Ausbildung der „Umweltscouts“ ist Bestandteil des Umweltprofils der Schule. So konnte das Gymnasium unlängst die Auszeichnung „Umweltschule in Europa 2016″ während eines Festaktes an der Technischen Universität Braunschweig entgegennehmen. Gewürdigt wurde damit das besondere Umweltengagement, z.B. durch den Aufbau eines solaren Bildungszentrums (solarBiz) auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Wierthe, dem gepflanzten Schulklimawald sowie die ökologische Umgestaltung des Schulgartens. Auch die Teilnahme an dem internationalen Comenius-Wasserprojekt wurde hervorgehoben.

Die „Klimacoaches“ des JSG

Bereits 2019 gründete sich am JSG ein neuer Arbeitskreis aus motivierten SchülerInnen des damals 5. Jahrgangs: Die „Klimacoaches“.
Es sind SchülerInnen, die sich aktiv innerhalb der Schulgemeinschaft für Umwelt- und Klimaschutz einsetzen wollten. Bei den engagierten Schülerinnen und Schülern handelt es sich (und das bis heute!) um Nele Kramer, Jannick zur Kammer, Laura Brzank, Marcel Jaszewski, Kian Winkler, Nina Priske, Felix Graupner, Hasko Marotz, Adin Dizdarevic sowie Nils Thierse.Damals im Februar 2019…
Zunächst interviewten sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig und stellten den jeweils anderen vor. Dann ging es auch schon „ans Werk“:
Die vom Förderverein unserer Schule finanzierten T-Shirts wurden angezogen und die ersten Fotos gemacht. Dann wurde jede 5. Klasse mit einem stabilen „Altpapier-Sammelbehälter“ ausgestattet und über ihre ersten wichtigen Aufgaben informiert:

  • Das Informieren der MitschülerInnen über die Mülltrennung an unserer Schule (was gehört ins Altpapier und was auf keinen Fall) und
  • das regelmäßige Lüften in den Klassenräumen (unser allererstes [!] CO2-Messgerät kam klassenweise zum Einsatz).

Über „das gute Klassenklima“ (z.B. das richtige Heizen, die Auswirkungen eines zu hohen CO2-Wertes auf unsere Befindlichkeit, die Reduzierung des Stromverbrauchs uvm.) haben sich die Klimacoaches schon bald intensiv informiert.
Die Treffen fanden zunächst 14-tägig statt. So sollten die Klimacoaches „step-by-step“ zusätzliche Aufgaben übernehmen und auch eigene Ideen für ein klimafreundlicheres JSG entwickeln und vielleicht auch bei den Mitschülerinnen und Mitschüler ein umweltbezogenes Bewusstsein wecken. Nach dem Motto der Klimacoaches: „Make every day earth day!“ ging es weiter an die Arbeit:

  • Ein Recycling-Hof in Braunschweig wurde besucht,
  • am „Tag der offenen Tür“ wurden die SchülerInnen der Grundschule spielerisch an das Thema „Mülltrennung“ herangeführt,
  • Einwegflaschen wurden gesammelt und „monetarisiert“, um einen Hektar Regenwald zu schützen,
  • eine Zugfahrt ins „Universum“ nach Bremen wurde geplant und terminiert…

Und dann… kam Corona!

Plötzlich war Schluss mit regelmäßigen Treffen, mit dem Austausch von Ideen, mit der gemeinsamen Fahrt, mit den vielen kleinen Projekten vor Ort. Es war und ist ein Drama! Zwar können wir uns nach mehr als einem Jahr wieder treffen, aber das ist mit Maske und Abstandsregeln sowie Kohortenregelungen mehr als mühsam.
Selbst die geplante und schon im „Klimahaus“ angemeldete Fahrt nach Bremerhaven Ende 2021 musste wieder ausfallen – Delta und Omikron waren auf dem Vormarsch.

Und dennoch…

Wir wurden in 2021 als Schule für unser Engagement im Bereich „Umwelt- und Klimaschutz“ für den Gemeinsampreis der Braunschweiger Zeitung nominiert. Und haben ihn GEWONNEN!
1000,- Euro sind zu uns geflossen, die wir in naher Zukunft in viele kleine oder große Projekte fließen lassen wollen.